Burnout – ausgebrannt – abgebrannt

Veröffentlicht von Alex am

stress-391660_640Fühlst du dich Müde und Ausgebrannt? Erleidest du Energielosigkeit und mangelndes Selbstvertrauen? Leiden deine Freizeitaktivitäten und Unternehmungen?

Das Lebenslicht hat aufgehört zu brennen oder ist abgebrannt. Volkskrankheit auf Platz 1. Wer früher einmal frisch und voller Energie und Selbstvertrauen war, hat keine Lust mehr am Arbeiten. Nicht nur das, sondern auch an Freizeitaktivitäten, Familienfeiern und Unternehmungen.

Keine Energie, nicht einmal für die banalen Angelegenheiten des Lebens.

Diese Krankheit beginnt schleichend.

Negative Konflikte in zwischenmenschliche Beziehungen, Trauer, Sinnsuche.. . Das  zwischenmenschliche Umfeld und die eigene Gesinnung sind auch nicht gerade positiv gestimmt.

Es bleibt eigentlich nur noch in der Arbeit einen Ausgleich zu suchen. Wenn es privat nicht funktioniert, muss man sich bei der Arbeit den Lebensinhalt suchen. Da klappt es bestimmt, macht man sich was vor. Arbeitsflucht könnte man dazu sagen. Es ist schick und modern keine Zeit mehr zu haben. Da gehört man zur Gesellschaft, man kann sozusagen mitreden.

Die Arbeit verlangt viel von einem, weil man sonst nicht mithalten kann. Möglichst viele Aufgabengebiete in der Arbeit übernehmen, der Betrieb könnte ohne einen nicht existieren. Die anderen Kollegen sind nicht so fit, wie man selbst ist, heißt die Devise. Möglichst viele Aufgaben- und Arbeitsgebiete übernehmen…Da werden die Kollegen einen beneiden, wie der/die das bloß schafft werden sie staunen. Nein-Sagen kann man nicht, das wäre Arbeitsverweigerung, das könnte vielleicht Konsequenzen haben. Für mich und mein Ansehen. Man stellt sich selber ein hohes Arbeitslimit. Das kann nicht jeder, nur ich. Prima, aber was ist an den Wochenenden.

Das Arbeitspensum wird erhöht, man nimmt Arbeit mit nach Hause. Weil man aus Angst unfähig ist, nein zu sagen. Super, das ist eine Höchstleistung, gaukelt man sich vor. Aber die privaten Arbeiten müssen auch erledigt werden. Kein Problem, es gibt noch den Sonntag. Da weiß man sowieso sonst nicht, was man tun soll. Arbeit am „heiligen Sonntag“, macht nichts. Können die anderen den Sonntag

genießen, man braucht kein Vergnügen, es muss gearbeitet werden. Die innere „Rute“ wird straff angesetzt. Außerdem können die „Konservativen“ sich den Sonntag frei nehmen, ich brauche das alles nicht. In der postmodernen Zeit braucht man keinen Sonntag und schon gar nicht erholsame Augenblicke. Zwischenmenschliche Beziehungen gibt es nicht, die sind doch auch nur gespielt.

Aber der Schein trügt.

Die Erschöpfung nimmt langsam ihren Gang. Krank sein ist auf der ausgewählten Arbeitsstelle nicht erwünscht. Wehe man hat irgendeine Grippe über mehrere Tage, das kann man sich nicht erlauben.

Die Erschöpfungszustände, Krankheiten kommen immer öfter. Das Arbeitspensum kann nicht mehr bewältigt werden, man ist bei der Arbeit schon erschöpft. Montag und Dienstag gehen noch, Mittwoch wird es schon schwierig. Fehler schleichen sich ein. Die Chefetage sieht es nicht gern, wenn

man viele Krankheitstage hat und Fehler bei der Arbeit produziert. Der Ärger beginnt bei der Arbeit – Mobbing ist angesagt. Zwischenmenschliche Beziehungen bleiben bei der Arbeit auch auf der Strecke. Egal, Hauptsache man hat genügend Arbeit, das füllt einen aus, meint man.

Innere Aggressionen gegenüber jeglichem Menschen nehmen zu, auch gegen die eigene Person. Schuldgefühle, Angstgefühle zur Arbeit zu gehen stellen sich ein. Schwindel im Kopf beim Weg zur Arbeit – zwischen Auto und Eingangstür. Der Körper und die Seele wehren sich inständig weiterhin dieses Märtyrium mitzumachen.

Ist verständlich: Ein Lasttier weigert sich auch, wenn man es überfordert. Aber der Mensch bemerkt nicht, was er sich eigentlich so in seinem Leben zumutet. Man erleidet einen Kontrollverlust über das eigene Leben. Wenn ich mein Arbeitspensum reduziere habe ich weniger Geld und kann meine

Rechnungen nicht bezahlen – und wie steht man vor der Außenwelt da, wenn man einfach nicht mehr arbeiten kann und eine Auszeit braucht. Meine Mitmenschen würden mich auslachen und mich als verrückt bezeichnen, denkt man. Schließlich müssen die anderen auch arbeiten und ihren „Mann bzw. ihre Frau stehen“.

Der Kopf wird dicht, man kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, eine Art von Demenz stellt sich ein. Man will sich seiner Situation nicht mehr stellen. Wer weniger Glück hat bekommt einen grippeähnlichen Zustand mit Muskel- und Gelenkschmerzen, der sich in einer weiteren belastenden Situation mit anfallsmäßigen Schmerzzuständen äußert. Diagnose: Fibromyalgie – Schmerzpatient. Vielleicht auch noch als Hypochonder oder wenn nicht als Lügner und arbeitsscheuer Mensch bezeichnet. Man wird von den Ärzten und von den Mitmenschen nicht ernst genommen. Ärzte, Heilpraktiker und aber auch Scharlatane bieten Kurse, Workshops etc. um diesem Dilemma gerecht zu werden.

Vielleicht erkennt sich in der eine oder andere wieder. Wir werden alle in einem sozusagen vernichtenden Ungeist mitgerissen und keiner achtet darauf. Die Quelle unseres Daseins kennen wir nicht.

In dem alten Buch der Weisheit steht geschrieben, dass der Menschen- und Gotteslehrer Christus etwas zu einer Samariterin am Jakobsbrunnen sagt: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Jeder darf zu Gott die Wahrheit sagen!.…..und an einer anderen Stelle heißt es: „…und er wird den glimmenden Docht nicht auslöschen (das glimmende Lebenslicht nicht auslöschen). Das ist was neues, das weiß man doch gar nicht. Hat man das eigentlich schon irgendwo gehört?

Ein Gebet wagen: „Ich bin am Ende meiner Kraft und weiß mir keinen Rat mehr…Was will ich eigentlich wirklich? Ist das jetzt was ich wollte…?“.

Das wichtigste ist, zu sich selbst ehrlich sein. Wir sind nur Menschen mit begrenzten Kräften, da unser Körper Ruhephasen und Pausen dringend braucht. Das Zauberwort heißt „Selbstachtung“. Auf sich selbst Acht geben. Auf die Suche nach Gott sich begeben, zu dem, der von einem die Wahrheit wissen will. Die Mönche sagen: Ora et labora, et lege (Bete, arbeite und lies)

Lösungsweg:

Sich von anderen Menschen, die sich auf diesem Gebiet auskennen, helfen zu lassen!

Kategorien: MÜDIGKEIT

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