Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

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Geht es dir genauso? Es kommt der Herbst, dann der Winter und der Frühling die Abende werden kürzer, die Sonnenstunden weniger, das Wetter schlechter und die Stimmung mieser. Man kann nichts unternehmen und hängt fast ausschließlich daheim rum. Es ist alles trüb und grau und es scheint alles trostlos. Man hat Symptome einer Winterdepression oder einer Frühjahrsdepression. Du hast Kopfschmerzen, bist müde und schlapp, hast ein Schlappheitsgefühl nach dem anderen, bist gereizt, bist kraftlos und wirst von einer Wintermüdigkeit oder Frühjahrsmüdigkeit begleitet.
Sie kommt, die Winterdepression oder Frühjahrdepression. Du musst dich mit Müdichkeit, Gereiztheit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit herumschlagen. Du bist müde, gereizt, antriebslos.
Spätestens jetzt fragst du dich vielleicht: Welches Hormon ist schuld an der Frühjahrsmüdigkeit ? oder Wie kann man die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen?
Gibt es Frühjahrsmüdigkeit überhaupt? Ja, die frühjahrs Müdigkeit ist ein Symptom, von dem fast jeder zweite Mensch in unseren Breiten betroffen ist. Folgende Symptome spielen bei Frühjahrsmüdigkeit eine Rolle: Sie fühlen sich schlapp, reagieren gereizt und haben ein größeres Schlafbedürfnis. Bei der Frage wie lange die Frühjahrsmüdigkeit anhält, kann man folgendes sagen, das dieser Zustand kurzzeitig sein kann, aber auch bis in den Mai hinein laufen kann. Die Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch eine Reihe von Einflüssen und gleichzeitig Möglichkeiten, Frühjahrsmüdigkeit für die Zukunft auszuschließen.
Bevor wir auf die Frage eingehen „was tun bei oder gegen Frühjahrsmüdigkeit“ bzw. die Müdigkeit überwinden kann gehen wir zuerst die Ursachen und Symptome einer Frühjahrsmüdigkeit, einer Frühjarsdepression oder Winterdepression durch.

Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse

Nicht nur die Tiere, auch wir Menschen passen unseren Stoffwechsel und Hormonhaushalt den äußeren Bedingungen an. Viele Tiere, die im Winter keine oder nur wenig Nahrung finden, halten Winterruhe oder Winterschlaf. Noch vor 100 Jahren soll es einen sibirischen Volksstamm gegeben haben, für den eine Art Winterschlaf üblich war. Beim ersten Schnee sammelten sich die Familien und gingen gemeinsam schlafen. Einmal am Tag stand jedes Familienmitglied kurz auf, aß ein Stück Brot und trank etwas Wasser. Danach ging es schleunigst zurück ins warme Bett. Das hielten sie solange durch, bis es wieder Frühling wurde. Forscher haben entdeckt, dass Winterschläfer bestimmte Gene besitzen, die sie an- oder abschalten können. Sie vermuten, dass diese Gene auch noch in uns Menschen schlummern.

Was bewirkt Serotonin im Körper

Bekannt ist, dass an Müdigkeit und Kreislaufproblemen die „Frühling“ Hormone Serotonin und Melatonin wesentlich beteiligt sind. Beide sind Gegenspieler, Serotonin aktiviert den Körper und Melatonin lässt und schlafen und ist für die Müdigkeit verantwortlich. Bei der Frage „welches Hormon macht müde“, kann mit Melatonin beantwortet werden.
Maßgeblich wird die Bildung dieser beiden körpereigenen Hormone durch den Lichteinfluss bzw. Sonne geregelt. Im dunklen Winter überwiegt die Melatoninproduktion und programmiert uns auf “Schlafen” Mit dem wieder wachsenden Lichtangebot im Frühling bildet unser Körper verstärkt Serotonin, das uns nun aus der Winterruhe wieder aufwachen läßt.

Zusammenspiel der Hormone

 

Auch wurde beobachtet, dass der Stoffwechsel einen sogenannten Sommer-Winterrhythmus aufweist. Als Ursache werden sogenannte “saisonbedingte Tonusschwankungen im nervös-endokrinen Regulationsapparat des Organismus” angenommen. Das ist besonders für Diabetiker von Bedeutung. Im Winter steigt zum Beispiel der Bedarf am Hormon Insulin, während er zum Sommer hin wieder sinkt.
Nicht nur Serotonin und Melatonin bestimmen demnach unseren Sommer-Winter-Rhytmus, es ist vielmehr ein Zusammenspiel von allen Hormonen und den hormonproduzierenden endokrinen Organen wie Hypothalamus, Hirnanhangdrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, Bauspeicheldrüse, Nebennieren und Eierstöcken bei der Frau. Hormone sind Botenstoffe und zuständig für das reibungslose Funktionieren unseres Körpers.

 

Vitamin D

 

Ein ganz wichtiges Hormon ist Vitamin D (Calziferol). Ohne genügend Vitamin D können wichtige Regulationsvorgänge im gesamten Körper nicht richtig funktionieren. Vitamin-D-Mangel spielt auch bezogen auf die Frühjahresmüdigkeit und bei der Frage welches Vitamin gegen Müdigkeit eine Bedeutung spielt, eine große Rolle. Begünstigt wird der allgemeine Vitamin-D-Mangel durch unsere moderne Lebensweise. Wir verbringen fast den gesamten Tag in geschlossenen Räumen und suchen für sportliche Aktivitäten in der Regel ein Fitness -Studio auf.
Vitamin D wird zu 90 Prozent in der Haut gebildet, allerdings nur dann, wenn die Sonne scheint. Halten wir uns in den Sommermonaten ausreichend lange in der Sonne auf, kann unser Körper Vitamin D speichern. Dieser Vorrat wird dann im Winter aufgebraucht und im Frühjahr sind die Speicher leer. Vitamin-D-Mangel spielt bei vielen Erkrankungen eine nicht zu unterschätzende Rolle. So wird er zum Beispiel mitverantwortlich gemacht für häufig auftretende Infekte, für Atemwegserkrankungen und Asthma. Vitamin D ist verantwortlich für ein gesundes Knochenwachstum bei Kindern sowie für eine optimale Funktion der Muskulatur. Ein Mangel fördert Niereninsuffizienz und Diabetes. Auch Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen werden mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht.

Allgemeiner Vitalstoffmangel

 

Fehlende Vitamine und Mineralstoffe tragen mit zur Frühjahrmüdigkeit bei. Viele Menschen bevorzugen gerade in den Wintermonaten Fettes und Süßes. Gemüse und Obst bleiben auf der Strecke. Abgesehen von Vitamin D, was eigentlich ja ein Hormon ist, benötigt sie unser Körper jedoch dringend u.a. auch zur Bildung der Hormone.

 

Mangelnde Bewegung

 

Wegen der früh einsetzenden Dunkelheit und des ungemütlichen Wetters werden die Aufenthalte an der frischen Luft stark eingeschränkt. Besser wäre es, zumindest am Wochenende den inneren Schweinehund öfter zu überwinden und sich draußen aufzuhalten. Am besten in der hellsten Mittagszeit, um wenigsten ein wenig Licht für das wichtige D-Vitamin einzufangen. Hinzu kommt die fehlende Bewegung, die den Stoffwechsel zusätzlich träge macht.

 

Was hilft bei Frühjahrsmüdigkeit?

 

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit: Frühling ist Fastenzeit. Viele Menschen schwören auf eine Fasten- oder Entschlackungskur. Das befreit nicht nur von Ballast sondern auch von vielen Giftstoffen, die sich im Körper abgelagert haben. Abgesehen von der religiösen Bedeutung des Fastens ergab es sich für unsere Vorfahren zwangsläufig. Die Vorräte der vergangenen Saison waren aufgebraucht und die nächste Ernte ließ noch auf sich warten. Heute gibt es zwar bei uns keine Nahrungsknappheit mehr, trotzdem hat das Entgiften im Früjahr seinen Sinn. Fasten bedeutet nicht unbedingt, dass man während einer bestimmten Zeit überhaupt nichts isst. Es gibt eine große Vielfalt der unteschiedlichsten Methoden. Außerdem bietet sich eine Fastenzeit an, um vielleicht fehlerhaftes Ernährungsverhalten zum Guten zu verändern. Nicht für jeden Menschen ist Fasten eine geeignete Massnahme. Für diejenigen, denen das Fasten gut bekommt, kann es jedoch eine wertvolle Erfahrung sein und das Wohlbefinden verbessern.
Auch eine Ernährungsumstellung auf bevorzugt vitaminreiches Gemüse und Obst
ist empfehlenwert. Dazu gehört es, viel zu trinken, am besten Wasser oder Kräutertees. Morgens nüchtern ein Glas lauwarmes Wasser regt die Verdauung an.
Bewegung und frische Luft helfen gegen Müdigkeit und bringen den Stoffwechsel in Schwung. Ein langer Spaziergang im ungewohnten Sonnenschein kann jedoch auch eine Migräne auslösen. Wer kann, sollte sich jeden Tag mindestens 10 Minuten in der Mittagssonne aufhalten. Das regt die Vitamin-D-Bildung wieder an.

 

Frühjahrsmüdigkeit vorbeugen

 

Gerade im Winter ist Bewegung nötig. Doppelt büßt, wer den Tagesstress über das Sofa ins Bett mitnimmt. Entspannung durch Bewegung ist wichtig. Nicht abgearbeiteter Stress kann Schlafprobleme verursachen und dann kann der Körper nicht regenerieren. Reparaturprozesse im Körper laufen ab während wir schlafen. Halten Schlafstörungen länger an, wird das Immunsystem geschwächt. Auch Gedächtnisstörungen, Burn-out und Depressionen können die Folge sein. Durch Joggen, Nordic Walking oder einen flotten Spaziergang wird Stress abgebaut, der Kreislauf aktiviert und dem winterlichen Bewegungsmangel vorgebeugt.
Eine Ernährung mit allen essentiellen Lebensmitteln hilft dabei, gesund durch den Winter zu kommen und voller Elan in den Frühling zu starten. Essentielle Lebensmittel kann unser Körper nicht selbst herstellen, wir müssen sie ihm vielmehr jeden Tag wieder zuführen, also essen. Essentiell sind Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und gesunde Fette. Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe stärken die Abwehrkräfte, Fett ist wichtig für die Bildung von Hormonen, besonders die ungesättigten Fettsäuren. Eine vitaminreiche Ernährung ist besonders im Winter wichtig, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Besonders gesund ist einheimisches Wintergemüse wie Rosen- oder Grünkohl, Rote Bete, Steckrüben, Teltower Rübchen und Pastinaken sowie Feldsalat und Chicorée. Rote Bete haben einen hohen Gehalt an Eisen und Kalium. Steckrüben sind reich an Vitamin C und E, an Kalium und Magnesium. Grünkohl, Feldsalat und Chicorée liefern viele Ballaststoffe und Eisen. Ein guter Ersatz für frisches Gemüse ist solches aus der Tiefkühltruhe. Es wird sofort nach der Ernte blanchiert und schockgefroren. So bleiben die Vitamine und Mineralstoffe weitgehend erhalten. Es ist einfach und schnell zubereitet und oft auch noch preiswerter.
Besser verzichten sollte man generell auf Fast Food und Süßigkeiten aber das ist ja auch im Sommer ungesund.
In den sonnenarmen Monaten ist darüber hinaus ratsam, ein geeignetes Vitamin-D-Praparat einzunehmen. Am besten ist die Beratung durch den Hausarzt. Er kann durch einen Bluttest den aktuellen Vitamin-Status bestimmen lassen.
Ein Winter-Urlaub in südlichen Ländern oder im Hochgebirge mit dem entsprechenden Aufenthalt in der Sonne kurbelt die Vitamin-D-Produktion wieder an und hilft die müde Phase zu Beginn der sonnenreicheren Jahreszeit zu vermeiden. Das kann nicht nur gegen die Frühjahrsmüdigkeit vorbeugen sondern könnte ebenfalls bei einer Winterdepression oder Frühjahrsdepression unterstützen.

 

Hinweis: Dieser Bericht dient nicht als medizinische Beratung sondern lediglich zu Informationszwecken. Ärztlicher Rat sollte immer von einem qualifizierten Arzt aufgesucht werden.  Haftung für eventuelle Folgen wird nicht übernommen, die sich aus Anwendung der hier beschriebenen Tipps ergeben. Lese und achte bitte stets auf der Packungsbeilage bzw. Informationen auf der Verpackung, falls du auf Präparate zurückgreifen solltest. Bitte resultiere einen Arzt. Sofern du regelmäßig Medikamente nehmen solltest bespreche das bitte ebenfalls mit deinem Arzt.

 

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